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Wir essen zu viel, wir essen zu süß, wir essen zu fett. Wir wiegen zu viel. Zumindest ist das so, wenn man dem unversiegbaren Strom von Ernährungs- und Diätragebern Glauben schenkt und wenn man sich am zurecht retuschierten Maß der Hochglanz-Schönheiten misst. Alarmierende Studien warnen uns vor dem baldigen Tod unserer adipösen Kinder, die wir ernährungstechnisch natürlich völlig verkommen lassen. Essen macht krank, so die unterschwellige Botschaft, die laut Udo Pollmer für mehr Schaden gesorgt hat, als die wirklichen Ernährungssünden einer ganzen Generation.
Denn die vermeintliche Seuche Übergewicht existiert nicht, so der Ernährungsexperte und Leiter des Europäischen Institutes für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften. Doch die ständige Sorge ums Essen hat uns krank gemacht. Ein permanentes schlechtes Gewissen ist die noch harmlose Form davon, schwere Essstörungen, die Kinder bis in den Tod treiben, sind das andere Ende der Fahnenstange. Aber was steckt dahinter? Udo Pollmer beleuchtet in seinem Buch eine ganz andere Seite der Diätindustrie. Die der düsteren Machenschaften, käuflichen Experten und parteiischen Interessensgruppen, die mit den Ängsten der Menschen geschickt Geschäfte machen. Vor allem Kinder werden zu Opfern, die in Anbetracht des Schlankheitswahns ein gesundes Verhältnis zum Essen verlieren und nicht selten gravierende Verletzungen der Psyche davon tragen. Deswegen ist das Buch vor allem Eltern zu empfehlen, aber auch jedem anderen, der interessiert ist und kritisch hinterfragt, was uns von Industrie und Wirtschaft so alles aufgetischt wird. Sandra-Kathrin Buck #252;r dieses Buch Herr Pollmer hat bereits mehrere Bücher geschrieben, zwei davon habe ich gelesen. Seine früheren Bücher muß man im Hinterkopf haben, um dieses Buch nicht in den falschen Hals zu bekommen. Herr Pollmer verherrlicht keinesfalls dicke Leute und ruft zum Sport-Boykott auf. Es geht darum, daß wir aufgrund jahrzehntelanger Propaganda von Seiten der Nahrungsmittelindustrie und der Medien verlernt haben, auf unseren Körper zu hören. Jeder Mensch ist individuell und so sind auch seine Bedürfnisse, was die Ernährung betrifft. Jeder hat ein persönliches Idealgewicht. Dieses liegt halt meistens weit über dem, was momentan "in" ist. Schlußendlich geht es aber darum, gesund und glücklich zu sein. Viele Leute verwechseln "schlank und sportlich" mit "gesund". Alle neueren, korrekten Studien aus den letzten 15-20 Jahren kommen aber nun mal zu dem Schluß, daß es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Sport, Ernährung und Gesundheit gibt.Es gibt aber sehr wohl einen Zusammenhang zwischen negativem Streß, Übergewicht und Krankheit. Und nur das beschreibt Herr Pollmer auch in seinem Buch. Auch daß es gesellschaftlich okay ist, auf Dicken "rumzuhacken", als eine Art Faschismus, da hat er absolut Recht, diesen fürchterlichen Mißstand anzuprangern. Wollen wir uns alle gegenseitig nach dem Gewicht beurteilen? Läuft da nicht irgendwas total schief? Ich kenne Leute, die von klein auf "zu" dick waren. Die sind wegen der ständigen Hänseleien seelisch kaputt gegangen. Viele Frauen können ihre Figur nicht akzeptieren und ruinieren ihre Gesundheit auf der Jagd nach einer schlankeren Figur. Es wurde höchste Zeit, sich dieses Themas anzunehmen. Als kleine Kritik: das Buch ist mir über weite Teile etwas zu polemisch geraten. Aufgrund der Dringlichkeit und der Wichtigkeit dieses Themas: volle Punktzahl. stopp der angst danke herr pollmer!ich wußte es schon immer, aber natürlich hab ich auch brav mitgemacht und mich durch den dschungel des diätwahnsinns und des gewichtkampfes geschlagen. natürlich ist ihr buch polemisch und natürlich bin ich dazu geneigt, auch ihnen nicht alles zu glauben. ABER!!! erst während des Lesens wurde ich zunehmend kritischer und habe meine eigene einstellung hinterfragt. auch wenn nicht alles stimmen sollte, was sie mit zahlreichen statistiken untermauern, so weiß ich jetzt, dass auch die anderen WAHRHEITEN getürkt sein könnten. wichtigster satz in ihrem buch: jeder körper ist anders. ergo, es gibt keine richtlinien für die gesamt-menscheit. wer sich mit vollkorn wohl fühlt, wer täglich 150 km laufen muss um sich wohl zu fühlen - bitte. alles ist erlaubt. und jeder sollte sich mehr um sich kümmern, als anderen seine eigene lebensauffassung auf's aug zu drücken! (p.s) herr pollmer ist ja nicht der erste, der sagt: hör auf deinen körper. aber seit ich das berücksichtige, esse wann immer ich hunger habe und sport betreibe weil es mir spaß macht, habe ich 7 kilo abgenommen, ohne angestrengt etwas dafür tun zu MÜSSEN - ganz im sinne des taoistischen wu-wei!!)
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